Mittwoch, 3. April 2013


Von Zwergen und Wichteln     Kapitel 11       2. Fortsetzung  postet by Niffnase

Winterurlaub,  Vorbereitung und Anfahrt  (heute mal ein bisschen länger)

Wir haben Muke gehört und auf dem Bett rum gehangen, Sebi hat auf Thomas Rechner nach Lofer gegooglet und dann haben wir uns die Bilder von dort angeschaut. Es scheint echt geil zu sein, da unten in Lofer. Jedenfalls viel Schnee und auch gute Sportmöglichkeiten für alle.
Die Zeit vergeht schnell und immer wieder kommt der Kleine zu mir, beschmust oder küsst mich und flüstert mir schöne Sachen ins Ohr. Der ist echt süß heute und voll gut drauf. Auch ich fühl mich glücklich, zufrieden, bin so froh mit meinem Schmusekätzchen. Wenn ich dran denke, dass ich ihn jetzt jede Nacht neben mir in meinem Bett habe, dann bin ich einfach nur glücklich.
Es ist schon ein tolles Gefühl, jemanden zu haben, für den man alles geben würde und der einfach immer für dich da ist. Andauernd mit anderen Typen rum zu machen, ohne Liebe und ohne Nähe, nee das ist nix für mich, aber Thomas mit seinen Gefühlen für mich, mein Thomas , den ich lieb habe, ja das ist echt was ganz Großes.
Ich träume, bekomme gar nicht mit, dass Carola nach uns gerufen hat. Erst das Flüstern an meinem Ohr „Schatz, komm wir gehen runter“, bringt mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Einen Kuss einfangend, greife ich ihn und zieh ihn mit mir hoch. „Ich hab dich lieb, mein Schmusekater“, sag ich an sein Ohr, bevor ich ihn auf den Boden stelle.
 Hand in Hand laufen wir die Treppe hinunter ins Wohnzimmer, wo die ganze Bagage schon Platz genommen hat. Getränke und Gläser stehen auf dem Tisch und Papa hat schon ein Glas Wein vor sich stehen und auch Sebi und Sandra schenken sich gerade Cola ein.
Es ist noch ein Sessel frei und so setz ich mich da rein und hol mein Katerchen auf den Schoss. Der schmiegt sich direkt an mich und legt den Kopf seitlich an meinen Hals. Sanft schmust er ein bisschen direkt unter meinem Ohr und eine Gänsehaut überläuft mich.  Es kribbelt am ganzen Körper und mein Teil schwillt langsam an.
Natürlich merkt der Kleine, das sich unter seinem Po was tut und er verstärkt seine Schmuserei an meinem Hals. „Du Sadist“ flüstere ich so, dass nur er mich hören kann. „Sieht doch keiner und fühlt sich so gut an“, flüstert der kleine Lüstling zurück und grinst frech dabei. Hoffentlich muss ich nicht aufstehen.
Ich schaue in die Runde und Sebi hat natürlich meine Situation schon wieder wahrgenommen und grinst uns frech an. Ich verdrehe demonstrativ die Augen und kneif meinen kleinen zart in seinen süßen Po. Mama und Sandras Mutter sind wohl alle in der Küche und Papa blättert in der Fernsehzeitung.
Sandra und Sebi sitzen auf der Couch. Carola kommt rein und sucht was im Wohnzimmerschrank, dann gibt sie Papa ein Fotoalbum und sagt: „Hier sind Bilder von Lofer, vom Haus und von der Landschaft, die sind von vor zwei Jahren. Die vom letzten Jahr sind auf dem Laptop, die kann Thomas euch ja auch mal zeigen.“
Der will aufstehen, aber das geht ja jetzt gar nicht. Ich sitz hier mit einer Megalatte und die sieht nur deshalb keiner, weil mein Katerchen da drauf sitzt. Wenn  der jetzt aufsteht, kriegt Sebi einen Lachkrampf und ich bin der Blamierte. Deswegen sage ich auch gleich: „Die können wir auch nach dem Essen gucken“, und halte den Kleinen fest auf meinem Schoss.
Sebi lacht süffisant vor sich hin, weiß genau, was los ist mit mir und schaut mir absichtlich voll grinsend ins Gesicht. Na Warte, Freundchen, dich erwisch ich auch mal mit ner Latte und dann lach ich auch. Thomas hat jetztaufgehört, zu kraulen und langsam schwillt er wieder ab, der kleine Christoph. Gott sei Dank, ich will mich nicht unbedingt blamieren hier vor allen Leuten.
Jetzt kommen die Mütter und schleppen mehrere Tabletts ran, die mit zurecht geschnittenen Pizzastücken verschiedenster Sorten belegt sind. Carola hat einen Stapel kleinerer Teller auf den Tisch gestellt und einen Pack Servietten. „So“, sagt sie, „jetzt könnt ihr euch bedienen, wir haben gerade noch drei Stück in den Ofen geschoben, der Nachschub ist also gesichert.“
Papa hat das Album weg gelegt und die Frauen haben noch zwei Stühle vom Esstisch herüber geholt und alle sitzen nun um den Tisch und essen Pizza. Geredet wird kaum, aber das wird wohl gleich anders werden, wenn alle satt sind. Thomas schenkt uns beiden auch ein Glas Cola ein, trinkt einen Schluck und hält mir dann das Glas hin.
Nach dem ich getrunken habe, stellt er es wieder auf den Tisch und gießt es noch mal voll. Jetzt, nachdem ich mein Pizzastück gegessen habe, füttert er mich, in dem er ein neues Stück so hinhält, das ich bequem ab beißen kann. Ich muss grinsen, der Kleine verwöhnt mich nach Strich und Faden und ich muss immer wieder daran denken, mit welcher Energie er mich regelrecht eingefangen hat.
Etwa zehn Minuten, nach dem wir mit dem Essen begonnen haben geht Carola mit meiner Mutter noch einmal in die Küche und holt die anderen Pizzen. Auch die kommen wieder portioniert auf den Tisch, wie die anderen vorher auch. Thomas füttert mich derweil immer weiter, ab und zu auch selber ein Stück abbeißend. Klein Christoph hat sich überm Essen wieder beruhigt, etwas, was mir in dieser Runde hier auch sehr recht ist.
Bis auf einige wenige Stücke ist die Pizza Geschichte und alle sind satt. Thomas und ich räumen ab, nachdem mein Kleiner mir ins Ohr geflüstert hat, das wir uns auch mal nützlich machen sollen. Carola freut es sichtlich, das sieht man und auch meine Mama strahlt zufrieden und blickt uns wohlwollend hinterher, als wir die Reste und das Geschirr in die Küche tragen.
Nach dem Abstellen der Utensilien schnapp ich mir mein Schätzchen und setze ihn auf eine freie Stelle der Arbeitsplatte und drücke meine Lippen auf seine. Seine Zunge erobert blitzschnell meinen Mund und er schnauft etwas durch die Nase. Süß sind seine Küsse, berauschend fast und aufregend geil. Ich liebe meinen Kleinen wirklich sehr und bin sehr glücklich mit ihm.
Nach zwei Minuten löst er sich, sein Gesicht ist ein wenig rot, wohl infolge des Luftmangels, dem er sich bei seiner Kussattacke ausgesetzt hat. Ich streiche eine Strähne seiner feinen blonden Haars aus seinem Gesicht und stell ihn wieder auf den Boden. „Ich habe dich so lieb, Christof“ flüstert er und schaut zu mir auf. Seine Augen sind dunkel und voll von Liebe.
Ich drücke ihn an mich und vergrabe mein Gesicht in seinem Haar. „Ich liebe Dich auch, ganz Doll, mein Schatz und du machst mich sehr glücklich“, flüster ich nun auch, nur für ihn hörbar, in seine duftenden Haare.
„Thomas, Christoph, kommt ihr wieder, wir wollen anfangen“, hören wir Carola rufen und machen uns wohl oder übel wieder auf den Weg ins Wohnzimmer, wo alle auf uns warten. Sebi grinst süffisant und so sehe ich mich gezwungen, im die ganze Länge meines Mittelfingers zu zeigen, was mir wiederum einen vorwurfsvollen Blick meiner Mutter einbringt.
Wieder im Sessel, zieh ich meinen Schatz wieder auf meinen Schoss, während Carola beginnt, den Urlaubsplan zu erläutern. „Also, wir sind mit acht Personen, das passt genau, denn es sind vier Doppelzimmer im Haus. Oben drei jedes mit Duschbad und eins ganz oben unter dem Dach, auch da ist ein Duschbad dabei.
Unten ist eine Normale Küche und ein großer Wohn und Essbereich mit viel Platz und ein WC ist auch unten. Das Haus liegt am Ende einer kleinen Nebenstraße, so dass es bei starkem Neuschnee nicht immer möglich ist, gleich früh mit dem Auto raus zu kommen.
Es gibt aber einen kleinen  Traktor mit einer Schneefräse und auch die Nachbarn haben ähnliches, so dass bis neun Uhr meist alles geräumt ist. Thomas und Christoph bekommen das Zimmer ganz oben, wir anderen jeweils ein Zimmer im ersten Stock, wo wer hingeht, können wie ja vor Ort klären.“
Ich schmuse meinen Schatz ans Ohr und flüster: „Wir müssen auf den Speicher, weil ich immer so laut stöhne.“ Er grinst und rutscht ein bisschen hin und her. Oha, nee, das geht jetzt aber gar nicht, also halte ich ihn ganz fest an mich gedrückt, das er nicht mehr hin und her rutschen kann.
Carola fährt fort: „Ich habe mir gedacht, das Sebi, Sandra und Veronika bei mir im Auto mit fahren und Christoph und Thomas bei Hartmut und Helga. Nach Möglichkeit bleiben wir während der Fahrt beisammen und wir können ja über Handy miteinander reden. Die Nummern könnt ihr jetzt ja, soweit noch nicht geschehen, tauschen.
Vorsichtshalber können wir noch, wenn ihr habt, Hartmut, euren Navi mit der Adresse in Lofer füttern. Wenn wir wirklich getrennt werden, findet ihr auch ohne uns hin. Losfahren möchte ich Übermorgen um Fünf Uhr in der Frühe, weil sie für den Spätnachmittag Schnee gemeldet haben und weil wir dann wohl auch noch im Hellen ankommen. Was meint ihr dazu?“
Papa räuspert sich kurz, das ist so eine Marotte von ihm, das macht er immer, wenn er vor anderen Leuten was sagen will. „Also, ich finde den Plan, auch die Zeit OK, dann können Thomas und Christof bei uns schlafen und die anderen drei ja vielleicht hier bei dir. Dann kommen wir um fünf her und fahren dann gemeinsam los, was meint ihr“, sagt er.
Er guckt in die Runde und sagt weiter: „Und morgen am späten Nachmittagkannst du die Drei ja einsammeln und gleich ihr Gepäck einladen. Ich denke, wir gehen dann eh alle zeitig ins Bett und Übermorgen um Fünfe sind wir dann bei Euch und fahren gemeinsam los“. Da keinerlei Einwände kommen, ist es also beschlossene Sache.
„Christof und ich schlafen dann heute Nacht hier und Mama kann uns ja dann gegen Mittag bringen, damit Christoph auch noch in Ruhe packen kann. Ich kann dann morgen früh hier packen und bevor wir  gehen, beziehe ich noch das Bett, dann können Sandra und Sebi, wenn sie wollen ja hier schlafen, oder Sandra schläft bei ihrer Mama im Gästezimmer“, sagt Thomas und Sandra und auch Sebi werden ein bisschen dunkler im Gesicht.
Veronika meint: „Wenn sie in Lofer eh schon in einem Zimmer schlafen, dann können sie es hier auch und alt genug sind beide ja auch, also liegt es bei ihnen.“ „Bis Morgen ist ja noch Zeit“, meint Sandra, „wir entscheiden das morgen, oder Sebi?“  „Machen wir, Sandra“, gibt er zur Antwort und strahlt sie an. Die Antwort kenn ich doch jetzt schon und auch mein Kleiner schmunzelt.
Papa steht auf und fragt, zu Veronika gewandt: „Hast du ein Auto dabei oder sollen wir euch mitnehmen?“ „Ich habe unseren Wagen dabei, wir sind also mobil, aber was ist mit Sebastian, nehmt ihr den mit?“, fragt Veronika. „Ja, der wohnt ja gleich bei uns um die Ecke, der kann mit uns fahren“, sagt Papa, „es sei denn, er will unbedingt noch länger hier bleiben.“
 „Nö, wir sehen uns ja morgen wieder“, sagt Sebi, „ich fahre jetzt mit heim, meine Eltern müssen ja ab morgen Abend für längere Zeit auf mich verzichten und meine Schwester auch, da will ich wenigstens heute noch zu Hause verbringen“. „OK“, sagt Papa, dann mach ich fertig, wir fahren gleich.
„Wir brechen dann auch auf, Danke Carola, das wir mitfahren können und auch für die Pizza“, sagt Veronika und nimmt Carola kurz in den Arm. „Ich bin froh, dass wir mit so vielen Leuten fahren, mit Thomas allein, da waren die Abende immer fast gleich, spielen oder Fernsehen und dann Bett. So ist es bestimmt viel lustiger“, meint Carola.
Allgemeiner Aufbruch, obwohl es ja eigentlich noch recht früh ist. Carola will auch noch kurz ins nächste Einkaufszentrum, noch ein paar Sachen zum Mitnehmen holen. Sie fragt, ob wir auch noch was brauchen.
Thomas runzelt die Stirn: „Eigentlich schon, aber das können wir morgen noch selber besorgen“, sagt er. Carola guckt ihn an, sagt dann: „ Gib mir einfach die leere Schachtel mit, das ich weiß, was für welche, dann bring ich das gerade mit.“
Jetzt wird er tatsächlich etwas rot im Gesicht, rennt aber dann schnell nach oben. Ich, hab nix geschnallt und erst, als er ihr die leere Kondomschachtel hin hält, fällt bei mir der Groschen und ich werde auch rot. Trotzdem muss ich grinsen, wie locker Carola mit der ganzen Sache umgeht, das ist nicht normal und ich mag sie noch ein bisschen mehr jetzt.
Carola macht sich fertig und wir beide räumen noch ein bisschen auf, bringen Gläser und Flaschen in die Küche und holen die DVD von Lofer aus dem Fernsehschrank. Dann gehen wir hoch, Thomas macht wieder die Entspannungsmusik an und legt dann die DVD in den Rechner. Er schaltet den Fernseher ein, schiebt mich zum Bett und wir legen uns beide hin.
Mit einer Fernbedienung lässt er die DVD laufen und es kommt eine fantastische Diashow mit Bildern von Lofer, vom Haus und von den Zimmern, auch von dem geilen Speicherzimmer, in dem wir zehn Nächte miteinander verbringen werden. Aneinander gekuschelt, schauen wir die Bilder an und was ich da zu sehen kriege, ist ganz toll, einfach super.
Je mehr Bilder ich sehe umso größer wird die Vorfreude. Eine wunderschöne Landschaft und auch tolle Wintersportmöglichkeiten sind dort und das Panorama ist schon sehenswert. Bilder von meinem Schatz auf Skiern und auch beim Schneemannbau mit Carola sind zu sehen. Jetzt fällt mir noch mal ganz heiß ein, dass er noch nie von seinem Vater gesprochen hat.
„Schatz, darf ich dich mal was fragen?“, frag ich ihn. „Ja, frag nur“, sagt er. „Du hast noch nie etwas von deinem Vater erzählt, hat das einen Grund?“, frag ich. Schweigen, dann setzt er sich hoch, sieht mich an und sagt: „Ich möchte nicht, das du das, was ich dir sage, jemals weiter erzählst. Gib mir dein Ehrenwort“, sagt er und sieht mich an.
„Ich gebe dir mein Ehrenwort Thomas, aber wenn du nicht willst, musst du es auch nicht erzählen. Ich glaube, für unsere Liebe ist das nicht so wichtig, oder?“, sag ich, mich ebenfalls aufsetzend.
„Ich bin das Produkt eine Arrangements, mein  Vater war ein Wissenschaftler mit überdurchschnittlicher Intelligenz, er war zum Zeitpunkt der Zeugung, die wohl in einem Krankenhaus stattgefunden hat, schon dreiundfünfzig Jahre alt und hatte eine schwere Nierenkrankheit.
Er war ledig und schwul. Seine Fähigkeiten waren weltweit anerkannt und seine Abhandlungen über Recht und Menschenrecht haben in vielen Staaten die Gesetzgebung beeinflusst. Mama wollte, dass seine Intelligenz weiterlebt, wollte seine Fähigkeiten über seinen Tod hinaus bewahren.
Meine Mutter hat bei ihm studiert, er war ihr Doktorvater und sie war sehr verliebt in ihn, obwohl er nichts von Frauen wollte. Dann hat er aber, wohl auf ihr Drängen hin, seinen Samen zur Verfügung gestellt und ein mit ihm befreundeter Arzt hat Mama bei der Befruchtung geholfen.
Sie war damals sechsundzwanzig Jahre alt und wollte mich unbedingt und er hat ihrem Wunsch nach gegeben, nach dem fest stand, dass er nicht mehr so lange zu leben hat und seine Krankheit nicht vererbt wird. Er ist elf Monate nach meiner Geburt verstorben, hat mich noch zwei Tage vor seinem Tod im Arm gehalten und ist friedlich und auch glücklich darüber, dass sein Intellekt weiterlebt, eingeschlafen
Er hat mir sein gesamtes, nicht unerhebliches Vermögen vererbt und Mama als Treuhänderin eingesetzt. Seine Bücher waren in Fachkreisen der Renner, so dass das Vermögen immer noch gewachsen ist, obwohl er schon Tod war. Das Haus da unten in Österreich gehört eigentlich mir, aber wir wollen nicht, dass die Leute wissen, dass das so ist.
Mama sagt immer, dass das Haus einer Freundin gehört und auch hier leben wir, für unsere Vermögensverhältnisse sehr bescheiden. Mama hat sich eine sehr gut gehende Kanzlei aufgebaut, hat viele Klienten und mittlerweile drei Jüngere Anwälte, zwei Frauen und einen Mann, angestellt.
Ich kann mich an meinen Vater, wenn überhaupt, nur vage erinnern, weil ich erst elf Monate alt war, als er starb. Das alles hat sich nicht hier zugetragen, sondern an einer großen Universität in einer großen Stadt. Wenn du seinen Namen googelst, kannst du alles über ihn lesen, nur nicht, dass es einen Nachkommen von ihm gibt.
 Das wissen nur wenige und ich verlass mich auf dein Ehrenwort, das es auch fest in deinem Herzen verschlossen ist. Mama hat zwar gesagt, wenn du fragst, darf ich es dir sagen, aber du musst mir versprechen, zu schweigen. Immer, wenn jemand nach meinem Vater fragt, sag ich nur, dass er gestorben ist“.
Ich lege mich wieder zurück, ziehe ihn mit und roll ihn auf mich, schau tief in seine Augen und küsse ihn dann. „Das Geheimnis um deinen Vater und alles was damit zusammen hängt, ist für mich tabu, ich werde nie jemanden davon erzählen, egal was passiert, das verspreche ich bei allem was mir lieb und teuer ist“, sage ich, sein Gesicht mit meinen Händen vor meinem festhaltend.
Er geht  ein bisschen mit dem Kopf zurück und verzieht die Nase. „Was ist denn, mein Kater“, frag ich. „Du riechst ganz stark nach Knoblauch, von der Pizza, komm wir gehen mal Zähne putzen. Knoblauchküsse sind nicht unbedingt der Renner, oder?“, sagt er und grinst. „Dann können wir ja auch gerade duschen gehen und was bequemes anziehen, mein Schlafshirt und eine Shorts, das ist doch besser, oder?“, sag ich und er nickt: „OK, dann komm mein Bär, aber zu allererst Zähne putzen“.
Nachdem Zähne und Körper intensiv gereinigt sind, an einige Stellen wurde richtig intensiv gerieben, haben wir uns gegenseitig trocken gerubbelt und uns dann angezogen. Jetzt sitzen wir entspannt auf dem Bett, die Musik läuft im Hintergrund und wir schauen noch einmal die Bilder  von Lofer.
Ich sitze mit dem Rücken am Kopfteil des Bettes und er sitz, an mich gelehnt, auf meinen Oberschenkeln, sein Kopf liegt an meinem Hals und seine Haare kitzeln an meinem Ohr, wenn er sich bewegt. Meine Hände liegen unter seinem Shirt auf seinem Bauch und umspielen seinen Nabel. Ab und zu seufzt er zufrieden und schnurrt fast wie ein Kater.
Es ist schon fast halb acht, als wir Carola hören, als sie an die Türe klopft. Sie kommt nach seinem „herein“ ins Zimmer, eine Rossmantüte in  der Hand.  „So, ihr beiden, hier ist alles, was ihr braucht, da müsst ihr in Lofer nicht in den Drogeriemarkt“, sagt sie grinsend.
 „Beim Gel hat mich ein junger Mann beraten, der wohl auch  gerade für sich und seinen Freund eingekauft hat. Sein Freund ist ein bisschen rot geworden, als ich gefragt habe, was sie denn immer für Gel benutzen. Als ich dann aber gesagt habe, dass es für meine Sohn und seinen Freund ist, haben sie  gesagt, was sie immer nehmen“, sagt sie und legt uns die Tüte aufs Bett. Die Frau ist einfach cool, oder?
„Wollt ihr beiden noch was essen?“, fragt sie, „soll ich euch die restliche Pizza warm machen?“ „Danke Mama, aber wir haben schon die Zähne geputzt, oder willst du noch was essen, Christoph?“, meint mein Schatz.
 „Danke, ich bin noch satt, hab keinen Hunger mehr, die kann man ja bestimmt auch morgen och essen“, sag ich. „OK“, sagt Carola, „dann sag ich euch mal gute Nacht, ich gehe auch früh schlafen, ich muss morgen früh raus und den Leihwagen abholen. Gute Nacht, ihr beiden.“ „Gute Nacht“. Sagen wir.
„Was für einen Leihwagen denn“, frag ich jetzt meinen Kleinen neugierig, „wieso fahren wir mit ‘nem Leihwagen?“ „Die leiht für den Winterurlaub immer einen großen Wagen mit Allrad, einen BMW X5, da geht alles rein und der hat Allrad, das ist oben in den Bergen ganz nützlich“, sagt Thomas.
„Unser Kombi, ein Audi A4, hat auch Allrad, Quattro, heißt das bei denen“, sag ich. „Ich hätte ja auch lieber Audi, aber Mama steht auf BMW, aber die Limousine hat kein Allrad, deswegen leiht sie den SUV dann immer für die Zeit“, sagt Thomas, „so, mein Großer, wollen wir schlafen, ich bin müde und wir haben ja noch zwei stressige Tage vor uns, bis wir dann in Lofer sind.“
„OK, ich bin auch müde und würde auch gern Schlafen“, sag ich und stehe auf. Ich mache die Musik, den Rechner und das Fernsehgerät aus und krabbele dann zu meinem Katerchen ins Bett. Ich lösch das Licht und mein Schatz kuschelt sich an mich.
 „Gute Nacht“, hauch ich, zusammen mit einem Kuss in seinen Nacken. Er dreht sich soweit herum, dass ich an seinen Mund komme und einen Gutenachtkuss darauf drücken kann. Dann schlafen wir, aneinander geschmiegt ein.
Der Hahn kräht, oh scheiße, den werf ich noch mal an die Wand. Halb Neun ist es, als ich das Mistding zum Schweigen bringe. Um in endgültig still zu machen, fummel ich die Batterie raus und leg alles neben das Bett.
Nun fang ich an, mein Katerchen wach zu küssen, und als das nicht so richtig funktioniert, wandern meine Finger unter die Bettdecke und ich beginne, mit seiner Morgenlatte zu spielen. Auch seine Hoden beziehe ich in mein zärtliches Spiel mit ein und ein lauter Seufzer signalisiert, dass mein Schnuckel jetzt auf gewacht ist
Er dreht sich auf den Rücken und spreizt die Beine, macht Platz für meine streichelnde Hand. Seine Shorts schiebt er herunter, um mir freien Zugang zu seinem Vergnügungszentrum zu verschaffen. Bald reicht mir die Handarbeit nicht mehr und ich drehe mich, so dass ich ihn jetzt in den Mund nehmen kann, was er mit einem wohligen Aufstöhnen belohnt.
 So angefeuert, gebe ich natürlich mein bestes, lecke, kose, sauge und reibe mit Hingabe, solange, bis ihm die Sicherung durchbrennt. Langsam wird sein Großer wieder etwas kleiner und liegt wie ein dicker, verschleimter Wurm auf seinem Bauch.
Er dreht sich auf die Seite, rutscht etwas nach oben und widmet sich nun seinerseits hingebungsvoll meiner Morgenlatte und auch seine ebenso vielseitigen Bemühungen sind nach kurzer Zeit von Erfolg gekrönt. Nach einer Verschnaufpause gehen wir dann gemeinsam duschen. Schön, wenn ein Tag so beginnt, oder?
Nach dem Frühstück, Carola ist wohl schon unterwegs, den Wagen zu tauschen, gehen wir nach oben und packen alles, was er in den Urlaub mitnehmen will. Auch ich, der ich ja einige Sachen hier bei Thomas deponiert habe, suche raus, was ich mitnehme, den Rest muss ich dann zuhause packen.
Gegen elf Uhr kommt Carola zurück und wir laufen runter, um das Auto zu betrachten. Das ist echt ein irres Gerät, das sie da ausgeliehen hat. Na ja, wir werden sowie so mit Papas Audi fahren, mein Schatz und ich, so ist es ja abgemacht. Mir ist das eigentlich lieber, denn wie ich Papa kenne, wechselt er unterwegs bestimmt mal mit mir, so dass ich auch mal fahren darf.
Gegen Mittag wärmen wir dann die Pizza auf und nachdem wir gegessen haben, bringt Carola uns und unser Gepäck zu mir nach Hause. Mama ist schon im Reisefieber und wir werden noch ein bisschen mit eingespannt. Dann packen wir aber doch oben meine Sachen, die noch fehlen und das, was er noch mitnehmen will. Meinen Laptop nehmen wir auch mit und mein kleiner Sadist packt doch tatsächlich die Mathesachen ein.
„Auch wenn wir Urlaub haben“, sagt er, „solange deine Note nicht sicher im grünen Bereich ist, müssen wir auch in Österreich was tun und den anderen Zwei könnte ein bisschen Training nur gut tun. Vier Tage nach dem Urlaub schreiben wir die letzte Arbeit für das Halbjahreszeugnis.“ Diesem Argument kann ich mich nicht entziehen und verordne uns beiden eine längere Schmusepause auf meinem Bett.
Um sechszehn Uhr ruft Sebi an, Carola hat sie abgeholt und er hat die Tüte gefunden, die wir beide vergessen haben. Lachend sagt er, dass er sie jetzt bei sich eingepackt hat und fragt mich, für wen denn die XXl Kondome sind. Als ich sage, dass die für Thomas sind, krieg ich zur Antwort, dass er nicht in meiner Haut stecken möchte, wenn es zur Sache geht.
Wir müssen jetzt beide lachen und ich sage.“Wo ein Wille ist, und du hast ja davon eh eine Ahnung. Ich möchte keinen Anderen mehr, als meinen Schatz, in jeder Beziehung, also auch da hinten nicht.“ Er sagt, das Sandra und er sich jetzt einen Film angucken, das Auto ist geladen und alles vorbereitet.
Thomas erzähle ich von der Tüte und wir lachen noch einmal über alles. „Film gucken, das könnten wir doch auch machen“, sagt er, „hast du Herr der Ringe?“ „Ja, klar, alle drei, Spezialeddition, welchen willst du den gucken?“, frag ich. „Vielleicht können wir zuerst den zweiten und wenn die Zeit langt, auch noch den dritten Teil gucken“, sagt er.
„Dann müssen wir vorher die Sachen ins Auto laden, damit alles fertig ist. Wir legen auch noch die Kleider für heute Nacht zurecht, was meinst du? Dann haben wir alles fertig und können in Ruhe gucken“, sag ich und als Antwort schnappt er seinen Rucksack und ich meine Reisetasche und den Rucksack. Zwei Paar Schuhe muss ich unten noch einpacken, dann habe ich alles.
Wir räumen mit Papas Unterstützung alles in den Wagen und sagen dann, dass wir noch einen Film gucken wollen. Mama hat belegte Brote gemacht zum Abendbrot und wir nehmen einen Teller mit Broten mit nach oben. Dort machen wir uns bettfertig und nach dem alles noch mal gecheckt ist, legen wir uns ins Bett und machen den Film an.
Mit Gimlin, Legolas und Aragon verfolgen wir die Orks und wandern mit Frodo und Sam durch das Moor in Richtung Mordor. Die Zeit vergeht und gegen zwanzig Uhr sind wir beide müde. Da wir um viertel vor vier aufstehen müssen, schalten wir den Fernseher aus und nach ein bisschen liebevoller Schmuserei schlafen wir, aneinander geschmiegt ein.
Der Wecker ist unerbittlich und da ich ihn vorsichtshalber außer Reichweite platziert habe, muss ich wohl oder übel aufstehen. Auch mein Kleiner ist gleich munter und für seine Verhältnisse ziemlich aufgedreht. Das liegt wohl daran, dass er sich so auf den Urlaub freut. Da die Freude auch deutlich sichtbar in seine aber auch in meiner Shorts zu stehen scheint. Zieht er mich ohne Kommentar in Richtung Bad.
Unter dem warmen Wasser der Dusche macht er sich über den kleinen Christoph her und versucht, in förmlich auszusaugen. Seine Zungenspitze tanzt mit meiner Eichel Rock n Roll und das Ganze dauert mal gerade zwei Minuten, dann hat seine Zunge gewonnen. Nach einer kleinen verschnauf Pause setze ich mich auf den Rand der Duschwanne und bemühe mich um das kleine U-Boot, das wohl dringend einen Hafen sucht.
Nach dem es in meinem Mund angekommen ist, wird es besonders liebevoll umsorgt, gelutscht, gesaugt und mit flotten Zungenschlägen auf immer höhere Umdrehungen gebracht. Laut aufstöhnend, entlädt sich nun der ganze Segen in mich und ich komme kaum nach, alles zu schlucken. Da ich ja mittlerweile Weiß, was sich da morgens angestaut hat, bin ich nicht unvorbereitet.
Jetzt, nach dem er gekommen ist, ist er auf meinen Schoss gesunken, hält meine Kopf im Arm und beschmust mein Gesicht. „Ich liebe dich haucht er durch das Rauschen des Wassers in mein Ohr, als uns ein Klopfen an der Tür erschreckt. „Beeilt euch mal ihr beiden, wir wollen noch in Ruhe frühstücken“, ruft meine Mama durch die Tür. Also wird sich schnell abgeseift, abgespült und dann gegenseitig abgetrocknet. Angezogen und die restlichen Sachen für Drüber auf dem Arm, sausen wir die Treppe hinunter zum Frühstück.
Frischer Kaffee und Aufbackbrötchen verschönern den Start in einen wohl langen Tag, den wir zum größten Teil auf der Autobahn verbringen werden.
Als alles weg geräumt und sauber ist, geht Papa noch einmal durchs Haus. Nebenan, die Wolters, heben einen Schlüssel bekommen und schauen nach dem Rechten. Blumen gießen und Runterlassen der Rollladen und so. Wir machen das bei denen auch, wenn die im Urlaub sind.
Nach dem Papa alles kontrolliert hat, gehen wir mit den letzten Sachen, Essen und Trinken für unterwegs zum Auto, das einigermaßen temperiert in der Garage steht. Den Laptop, ein Autoladekabel und einige DVD, auch Herr der Ringe, nehmen wir mit auf den Rücksitz.
Da werden wir unterwegs mal sehen, was wir gucken. Auch einen Internetstick habe ich dabei, so dass wir auf Facebook oder Youtube surfen können. Dann geht es endlich los und ein guter Teil der Anspannung vor solchen Unternehmungen bleibt zurück. zehn Minuten später, um sieben Minuten vor Fünf sind wir bei Carola, wo wir schon erwartet werden.
Auch hier sind alle fertig und es dauert nicht lange, bis wir losfahren. Carola fährt vor, und Papa hängt sich hinten dran. Der Navi ist eingeschaltet und nach fünfzehn Minuten fahren wir auf die Autobahn auf. Fünfhundertsechzig Kilometer trennen uns jetzt noch von Lofer, der Verkehr auf der Autobahn ist mehr, als sonst, kein Wunder, viele wollen nach Süden, in den Schnee.
Trotz höherem Verkehrsaufkommen geht es gut voran. Wir zwei haben eng aneinander geschmiegt, den dritten Teil zu Ende geguckt und Aragon ist jetzt König. Frodo ist mit den Elben übers Meer gereist und Samweis Gamschie hat zwei Kinderchen gemacht. Eigentlich hatte ich beim ersten Mal gucken den Eindruck, das Sam und Frodo mehr verbindet als nur Freundschaft, aber dem ist wohl nicht so.
Das hätte wohl auch keiner so produziert, so einen Film mit zwei schwulen Hobbits als Helden. Frodo, ja der sieht schon gut aus und Legolas erst, aber ich habe ja mein Katerchen und wenn ich wählen könnte zwischen ihm und Legolas, dann hätte der Elb keine Chance. Ich liebe meinen Thomas.
Aufgeschreckt durch das Abfahren von der Autobahn, schau ich aus dem Fenster, sehe, dass wir auf eine Raststätte gefahren sind. Kurz drauf kommt der Wagen neben Carolas X5 zum Stehen. Ich schalte den Läppi aus und wir steigen aus. Das Notebook decke ich zu, so dass er von außen nicht zu sehen ist.
„Pinkelpause“ sagt  Papa und Mama fragt, ob wir Hunger haben. Das Wetter ist bedeckt und es ist etwa fünf Grad über null. Wir stehen ums Auto rum, wer muss geht pinkeln, die andern schlürfen heißen Kaffee und kauen auf den Brötchen. Sebi und Sandra sehen verschlafen aus und fünfundzwanzig Minuten später fahren wir gestärkt weiter Richtung Süden.
Die Fahrt verläuft ereignisfrei und zwanzig nach zwölf verlassen wir die Autobahn an der Abfahrt Piding und fahren über Bad Reichenhall, Schneitzelreuth und Unken nach Lofer. Die deutsch österreichische Grenze ist nur noch durch ein Schild gekennzeichnet.
 Die weiße Landschaft ist grandios, die Berge und alles herum so anders, als bei uns. Hier kommt schon eher Weihnachtsstimmung auf bei dieser Kulisse. Wir fahren die Pinzgauer Landstraße entlang und biegen am  „Salzburger Hof“ scharf links ab in eine kleine Nebenstraße.
Dort, am Ende steht ein großes, typisch für die Landschaft ringsum, mit Holz verkleidetes Haus. Rauch steigt aus dem Kamin und ein Kleinwagen mit österreichischem Kennzeichen steht am Gartenzaun.
 Schnee, ungefähr dreißig Zentimeter hoch, liegt auf dem Dach und sieht aus wie eine weiße Mütze. Wir steigen aus und spontan umarmt mich der Kleine. „Wir sind da, endlich. Ich habe mich so auf diesen Urlaub mit dir gefreut und jetzt zeig ich dir unser Zimmer, wo wir die nächsten zehn Tage miteinander wohnen werden.“
Carola ist mit den anderen bereits voraus gegangen und wird an der Tür von einer Frau im mittleren Alter begrüßt. „Das ist Frau Anhäuser, die verwaltet das Haus und kümmert sich auch um die Vermietung, sie hat bestimmt noch mal nach dem Rechten gesehen“, klärt mich Thomas auf. Die Frau ist mit Carola und den anderen ins Haus gegangen und auch wir gehen hinter her.
In der großen Wohnküche seht in der Ecke ein Kachelofen, der wohlige Wärme ausstrahlt Ein zünftiger Dielenboden und eine tolle Holzdecke lassen alles urgemütlich erscheinen und sofort fühle ich mich hier wohl. Frau Anhäuser redet noch kurz mit Carola, bevor sie sich verabschiedet. Im gehen sagt sie noch, das sie ein paar Lebensmittel eingekauft hat, so, wie es am Telefon besprochen war.
Carola geht jetzt mit uns nach oben und verteilt im ersten Stock die Zimmer, während mich mein Schatz zu einer Treppe nach oben zieht und wir gehen zusammen hoch nach ganz oben und Thomas sperrt auf. „Hier ist mein Revier, das wird auch nie vermietet sondern ist nur für mich. Wir fahren auch oft im Sommer für sechs Wochen hier her“, sagt er, oder zwischen durch, wenn Schulferien sind.“
Der komplette Speicher ist ausgebaut und super gemütlich. Ein Schlafbereich und ein Bad befinden sich im hinteren Teil des Speichers, hier im vorderen Teil ist der Wohnbereich, und der macht meinem Schatz alle Ehre. Hier lässt es sich wohnen und aushalten.
„Komm, wir holen unsere Sachen und räumen ein. Später zeigen wir euch den Ort und am Abend gehen wir vorne im „Salzburger Hof“ zum Essen und heute Abend, mein Schätzchen, da poppen wir in meinem Bett, das ist nämlich noch jungfräulich“, sagt er und dann zieht mich wieder mit nach unten. Das würde ich jetzt am liebsten gleich mal machen, aber er hat schon recht, heute Abend ist es bestimmt besser.

So, nun sind sie angekommen und wir schauen mal, wie sie sich in den nächsten Tagen amüsieren
LG Niff












Von Kleinen und Großen.

Fortsetzung der Geschichte „Von Zwergen und Wichteln“,  2. Staffel
Postet bei Niffnase

Weihnachtsmarkt
Pünktlich um sieben Uhr geht der Wecker, immer noch das krähende Ungeheuer, das ich so gar nicht liebe. Thomas hat versprochen, das wir in Österreich einen anderen Wecker kaufen, wo nicht so ätzende Geräusche ab gibt.
 Er hat gemeint, vielleicht finden wir ja was mit MUH, also eine Kuh als Wecker oder sowas. Ich hoffe immer noch, dass ich das verhindern kann.
Der letzte Schultag ist angebrochen und heute steht der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt an. Wir wollen uns alle um neune am Westeingang des Weihnachtsmarktes treffen und Hiltrud hat noch mal ausdrücklich die Pflicht zum Erscheinen unterstrichen.
Nach ein paar zärtlichen Küssen von meinem Kleinen bin ich dann auch munter und freu mich auf die gemeinsame Dusche. Ich schmuse über seine Augen, seine Nase hin zu seinen wunderschönen Lippen und spiel dann mit seiner Zunge fangen.
 Ein leichtes Ziehen an und in meinem Po erinnert mich an unseren gestrigen Abend, der geprägt war von Liebe und Zärtlichkeit und erstem richtigen Sex zwischen uns beiden.
Sicher wollt ihr wissen, wie der gestrige Abend noch so verlaufen ist. Na ja, was soll ich sagen, es war sehr schön, aber auch für mich auf Grund seiner doch mehr als üppigen Ausstattung Anfangs nicht so einfach und auch mit Schmerzen verbunden, aber nach ein paar Minuten war es dann doch nur noch geil.
 Er ist lieb und einfühlsam und hat mich sehr glücklich gemacht, auch wenn ich immer noch das Gefühl habe, das noch ein Stück von ihm in mir steckt. Heute Morgen ziept es immer noch und es wird wohl auch noch ein paar Tage und etwas Üben erfordern, bis ich mich an das kleine U-Boot gewöhnt habe.
Später habe ich mich dann genau so lieb und zärtlich revanchiert und danach waren wir eigentlich nur noch groggy, aber richtig zufrieden und sind eng aneinander gekuschelt eingeschlafen. Ich hoffe nur, dass Carola mein Stöhnen nicht gehört hat, aber ich befürchte, das war sogar noch zwei Häuser weiter zu hören. Kein Wunder bei so einem Ding, wie es mein Kleiner spazieren trägt.
„Duschen?“, frag ich, nachdem ich seine Morgenlatte an meinem Hüftknochen spüre. „Gerne, mit dir ganz besonders gerne, mein großer Schatz“, sagt er und guckt mich ganz lieb an. „ Nur Duschen?“, frag ich mit einem süffisanten Grinsen.
 „ Mal sehen, lass dich überraschen“, sagt er und grinst verschmitzt, „auf geht’s, der frühe Vogel fängt den Wurm.“ „Von dir lass ich mir gerne den Wurm fangen“, sag ich und wälze mich aus dem Bett.
Im Bad angekommen entledigen wir uns der Shorts, die wir zum schlafen angezogen hatten und steigen beide in die große Dusche. Als das Wasser läuft, dreht er sich zu mir und schmiegt sich seitlich an mich, ergreift mein Glied und schiebt die Vorhaut weit zurück. Zärtlich wäscht er die Eichel und den Schaft und geht dann ihn die Knie.
Seine Lippen umschließen mich und seine Zunge spielt an dem Bändchen unterhalb der Eichel. Ich werde fast verrückt, so gut ist das, das ist wohl die Stelle, die am sensibelsten ist an meinem Schwanz. Eine Hand hält die Vorhaut hinten, während die andere meinen Sack sanft und gefühlvoll massiert und streichelt.
 Meinen  Po lässt er vorsichtshalber mal außen vor, der ist, wie bereits erwähnt,  noch nicht  richtig wiederhergestellt. Gerade mal zwei Minuten halte ich das aus, dann knallt mir die Sicherung durch und ich komme sehr heftig. Der Samen wird von den Duschstrahlen schnell und restlos ab transportiert und mein Kleiner richtet sich lieb grinsend auf.
„Einen guten Morgen wünsche ich dir, mein großer Schatz“, sagt er und küsst mich auf den Mund, ich hoffe, du bist jetzt richtig wach.“ Dass er sich dazu auf die Zehen stellen muss, stört ihn nicht im Geringsten. Nun ist es an mir, mich zu revanchieren. Ich knie mich in die Duschwanne, betrachte mir wieder das erstaunlich große Teil aus der Nähe und nehme dann den Schaft ziemlich vorne in die Hand.
Das leise Aufstöhnen nehme ich wohlwollend zur Kenntnis und schieb nun die Haut weit nach hinten. Mein Mund nimmt ihn auf, zumindest zum Teil und ich muss mich schon ein bisschen anstrengen, beim Blasen. Er ist offensichtlich schon sehr erregt und versucht, ein bisschen in meinen Mund zu stoßen. Immer, wenn es zu heftig wird, bremse ich ihn ein bisschen, ansonsten halte ich still und lasse ihn gewähren.
Immer lauter stöhnt mein Kleiner, während sein „Großer“ ein und ausfährt. Nass ist er und schleimig, und lange kann es nicht mehr dauern. Als ich nun mit meiner anderen Hand seinen Sack und die Hoden streichele, kann er sich nicht mehr zurückhalten und kommt heftig. Ich beginne, zu schlucken und versuche, alles aufzufangen, was da aus ihm heraus quillt. Dann sinkt er ebenfalls auf den Wannenboden und umklammert mich.
Ein langer Kuss folgt, und als wir uns beruhigt haben, ist es an der Zeit, mit der Reinigung zu beginnen. Gegenseitig waschen wir uns mit gut riechendem Duschgel alle Spuren vom Körper, darauf bedacht, den anderen nicht noch einmal zu reizen, weil wir sonst das pünktliche Erscheinen auf dem Weihnachtsmarkt knicken können.
Kurz darauf sind wir, von kleinen schnellen Küssen immer wieder unterbrochen, angezogen und auf dem Weg nach unten. Carola hat den Kaffeetisch gedeckt, bevor sie heute zum letzten Mal vor Weihnachten in die Kanzlei gefahren ist.  Thomas bedient auch gleich den Kaffeeautomaten. Ruck zuck steht vor jedem ein dampfender Kaffee und wir setzen uns neben einander und frühstücken.
Verliebt, wie wir sind, füttern wir uns gegenseitig mit Nutellabrötchenstücken, bewusst die braune Creme auch um den Mund herum zu verteilen. Anschließend, nach dem wir satt sind, werden die Spuren um den Mund gegenseitig abgeleckt und weg geküsst. Kichernd läßt mein Schatz das über sich ergehen und auch ich genieße das  Gelecke um meinen Mund herum sehr.
Jetzt müssen wir uns doch noch mal kurz um den Mund rum waschen, bevor wir die Jacken, Schals und Mützen anziehen und uns auf den Weg zum Weihnachtsmarkt machen.
Auf den letzten Drücker kommen wir dort an und unsere Schals sowie die Tatsache, dass wir uns an den Händen halten, verleiten Harald zu dem Spruch: „Oh Gott, die müssen jetzt wohl jedem in der Stadt zeigen, das sie miteinander rum schwuchteln. Wenn einer glaubt, ich gehe mit zwei Schwuppen in einer Gruppe über den Weihnachtsmarkt, der hat sich aber getäuscht.“
Er hat allerdings seine Rechnung ohne die Hiltrud gemacht, die jetzt schon etwas erbost meint:“Harald, noch eine solche Bemerkung, und du kriegst einen Verweis von mir und wage es nicht, dich ohne meine ausdrückliche Erlaubnis von der Gruppe zu entfernen, dann trag ich dir einen unentschuldigten Fehltag ein und schreibe deinen Eltern eine gesalzenen Brief, verlass dich drauf.“
Betretene Stille folgt darauf, bis Hiltrud dann die Verhaltensregeln bekannt gibt: „ Von neun, also ab jetzt, bis elf Uhr bleiben wir zusammen und gehen den gesamten Markt einmal hinauf und auf der andere Seite wieder herunter. Sollte einer den Anschluss verpassen, weil er noch was kaufen möchte, dann soll er zu sehen, dass er wieder zur Klasse aufschließt.“
Am Ende des Weihnachtsmarktes steht ein Zelt und dort ist auch ein Glühweinstand. Dort will Hiltrud allen  einen Glühwein ausgeben, bevor wir wieder zum Ausgangspunkt unseres Spaziergangs zurück gehen wollen. Ab dann kann  jeder entweder nach Hause oder aber mit anderen über den Weihnachtsmarkt gehen.
Thomas und ich wollen noch nach ein paar kleinen Geschenken für meine Eltern und für Carola schauen. Wenn wir am dreiundzwanzigsten nach Österreich fahren, werden wir keine Gelegenheit mehr dazu haben. Winterurlaub haben wir, meine Eltern und ich, erst zwei Mal gemacht und ich bin nicht so der Skifahrer. Aber ich freu mich trotzdem, schon allein deshalb, weil ich mit meinem Schatz dahin fahre.
Thomas hat erzählt, das er ganz gut Skifahren kann, aber auch an anderen Winteraktivitäten wie Rodeln oder Schlittschuh laufen Freude hat. Das sind Sachen, die mir auch gefallen und mehr Spaß machen, als Skifahren. Wir werden uns schon amüsieren, denke ich und bis zum dritten Januar werden wir bestimmt noch viel Freude haben in Österreich.
Wir schlendern Hand in Hand, mit Sebi und Sandra, die, die vorher schon immer nett war zu Thomas, als ich meinen Kleinen immer noch gemobbt habe, hinter den Anderen her. Manchmal schäme ich mich dafür und in den letzten Wochen habe ich dafür gesorgt, dass in unserer Klasse niemand mehr gemobbt wird.
Wir vier bilden den Schluss der Klasse, während Hiltrud vorne die Antischwulenfraktion unter der Führung von Harald Messmer unter der Fuchtel hält. So brauchen wir uns wenigstens kein hirnloses Gelaber über das Thema „Schwul sein“ anzuhören. Heute will ich darüber auch nicht diskutieren und der nächste, der uns dumm anmacht, kann was erleben.
Es sind trotz des frühen Morgens schon einige Leute unterwegs und auch die ersten Busse von auswärts sind wohl schon eingetroffen. Alle Stände haben geöffnet, gilt es doch, die letzten fünf Tage noch möglichst viel Umsatz zu machen und die Weihnachtsstimmung des Publikums in Euro und Cent umzusetzen.
Thomas und ich haben beschlossen, Carola und meinen Eltern jeweils ein Geschenk zusammen zu kaufen und weil sie uns so vorbehaltlos unterstützen, wollen wir auch etwas mehr von unserem Ersparten dafür ausgeben.
Suchend betrachten wir die Auslagen der einzelnen Stände, beim ein oder anderen etwas mehr, aber bisher haben wir noch nichts gefunden. Mein Vater ist der totale Krawattenfan, ja, lacht nicht, vor allem hat der immer noch so Schmucknadeln an seinen Kulturstricken und so etwas kommt bei ihm immer gut an.
Carolas Vorlieben und ihren  Geschmack kenne ich noch nicht so gut, also muss mein Schnuckel für sie aussuchen, mal sehen, ob er sich auch für Schmuck oder so was ähnliches entscheidet. Mama wiederum steht auf alles, was mit Tee, Aroma und Düften zusammen hängt. Da dürfte sich ja auch was finden lassen.
Im Moment laufen wir aber wieder der Herde nach, um durch unser Suchen, nicht den Anschluss zu verlieren. Zu meinem Erstaunen sehe ich, das Sebi Sandras Hand genommen hat und die beiden jetzt so wie wir, Händchen haltend, durch die Gegend schlendern. Ich deute mit dem Fingern unserer verschränkten Hände nach vorn und meinem Fingerzeig folgend, nimmt auch Thomas die Neuigkeit wahr.
Er sieht zu mir und strahlt mich an.  „Schön, scheinbar mögen sie sich doch mehr, als sie es wahr haben wollten. Der Versuch, Sebi auszuspionieren, ob du Schwul bist, zeigt offensichtlich Nachwirkungen“, sagt er leise, „ hoffentlich fährt er trotzdem mit in den Wintersport. Wir könnten Sandra ja auch fragen, ob sie mit will. Meine Mutter kennt ihre Mutter gut, vielleicht erlaubt sie es ja.“
„Dann wird es aber höchste Zeit, dass man sie fragt. Wir machen das mal gleich bei Sandra, dann wissen wir, ob sie es überhaupt will“, sag ich und schließe zu den Beiden auf. Meinen Schatz zieh ich dabei einfach mit. Sebi und Sandra lachen miteinander und bemerken zuerst gar nicht, dass wir wieder neben ihnen gehen.
„Haben wir was versäumt?“, frag ich grinsend, mit der freien Hand auf ihre ineinander verschlungenen Hände deutend, „ oder habt ihr nur kalte Finger?“  Sebi und Sandra gucken mich an und grinsen. „Na, ja“, sagt Sebi, „wir waren ja schon mal soweit, aber dann hat Sandra einen Rückzieher gemacht, wohl weil ich ein wenig zu forsch war. Aber jetzt, denk ich, will sie doch was von mir wissen und ich von ihr ja schon seit neulich.“
„Zuerst wollte ich ihn ja nur über dich ausspionieren, aber dann hat er mir doch ganz gut gefallen. Na, ja, dann ging mir das aber alles zu schnell und ich habe die Notbremse gezogen, aber das wisst ihr ja mittlerweile und jetzt, ja jetzt wollen wir es mit einander versuchen“, sagt Sandra und schmiegt sich ein bisschen näher an Sebi.
„Was wird dann jetzt mit dem Skiurlaub, fährst du trotzdem mit oder bleibst du jetzt hier?“, will Thomas von Sebi wissen. „Ich weiß echt nicht, was ich machen soll“, sagt Sebi, „ich würde gern mitfahren, würde aber noch lieber mit Sandra zusammen sein.“ Er guckt jetzt ganz traurig aus der Wäsche und tut mir schon ein bisschen leid.
„Wenn Sandra von zu Hause aus dürfte, kann sie ja auch mitfahren, das Haus in Österreich ist groß genug da haben alle Platz“, sagt Thomas und schaut Sandra fragend an. „Ich weiß nicht, was meine Mutter dazu sagen würde, ich bin zwar schon achtzehn, aber fragen muss ich sie schon, weil sie ja dann an Weihnachten alleine ist“, sagt sie.
Thomas holt sein Handy raus und wählt eine Nummer. Ganz offensichtlich spricht er mit seiner Mutter und es geht um eine Veronika, so heißt Sandras Mutter, soviel krieg ich mit von dem Gespräch. Auch von Sandra und Sebi ist die Rede und als er auflegt, grinst er vor sich hin.
„So, jetzt lassen wir mal meine Mama machen, mal sehen, ob die das nicht hin kriegt“, sagt er und steckt sein Handy wieder ein. Wir anderen sehen gerade aus, wie die drei Fragezeichen und als er mich dann noch zu sich runter zieht und mir einen dicken Kuss aufdrückt, bin ich ganz  durcheinander.
Ich fass ihn links und rechts unter den Armen und hebe ihn hoch, bis über meinen Kopf und sage: „Da oben lass ich dich jetzt verhungern, wenn du uns nicht erzählst, was du da gerade aus geheckt hast.“ „Bitte, lass mich runter, ich erzähl es euch ja, obwohl ich ja noch gar nicht weiß, ob mein Plan funktioniert“, sagt er und zappelt mit den Beinen.
Wir sind stehen geblieben und ich lass ihn wieder runter. „Ich habe Carola angerufen“, sagt er, „sie ist mit Sandras Mutter mehr als gut bekannt und die soll jetzt Sandras Mutter und Sandra natürlich auch, einladen, mit nach Österreich zu fahren. Wenn das klappt, ist Sebi glücklich, Sandra auch und wir zwei doch sowie so und wenn die beiden dabei sind, haben wir mehr Spaß über Tag“.
„Nachts will ich dich aber für mich alleine haben in einem Zimmer, da können wir die beiden aber nicht gebrauchen“, sag ich, frech grinsend, was mir einen Knuff von Sebi einbringt. Sandra freut sich und meint: „Du bist halt der Weltmeister im Pläne machen, Thomas. Wenn der jetzt auch so gut funktioniert, wie der mit Christoph, dann hast du dir einen Orden verdient.“
Ich muss lachen und Thomas lacht mit. Die anderen aus der Klasse sind bereits weit voraus und so beeilen wir uns jetzt, sie wieder einzuholen. Thomas meint: „Die Geschenke suchen wir später, wenn die Schule endlich vorbei ist, jetzt haben wir ja doch keine Zeit, in Ruhe was aus zu suchen.“ So werden wir es machen und soeben haben wir wieder Anschluss an die Klasse gefunden.
Das Ende des Weihnachtsmarktes ist erreicht und Hiltrud sammelt uns alle ein und wir betreten das Zelt unter ihrer Führung. Auf Grund der Tatsache, dass es gerade mal viertel vor Zehn ist, finden wir alle an einer Tischreihe Platz. Eine freundliche Bedienung bringt, nach dem Hiltrud bestellt hat, für jeden von uns einen Glühwein, ausnahmsweise wohl auch für die, die noch keine achtzehn Jahre alt sind.
 Das ist aber außer meinem Schatz nur noch ein Schüler namens Alfred, der wohl am Heiligen Abend Geburtstag hat und dann volljährig wird. Genüsslich schlürfen wir den heißen, süßen Wein und Sebi kann sich nicht verkneifen, zu sagen, das Glühwein nach Prosecco das schwulste Getränk ist. Thomas lacht sich über diese Aussage fast kaputt und auch ich kann mir das Lachen nicht verkneifen.
Harald, der erstaunlicher Weise nicht weit weg sitzt von uns, guckt ärgerlich zu uns rüber, sagt aber nichts. Sein Glück, denn ich bin nicht gewillt, mich weiter von ihm diskriminieren zu lassen. Der Blick, den ich in seine Richtung erwidere, scheint das auch ganz deutlich aus zu drücken, jedenfalls guckt er jetzt schnell wo anders hin.
„Guck nicht so böse, mein Schatz, du machst mir Angst“, sagt mein Kleiner zu mir und drückt meinen Arm, „ ich will nicht, dass du dich mit ihm anlegst. Lass ihn doch ruhig blöd gucken, wenn du solche Eltern hättest wie er, würdest du auch anders denken und das, obwohl du schwul bist. Sie rennen pausenlos in die Kirche und sind immer sehr aktiv. Er konnte gar nicht anders werden.
Sein Vater ist ein Klient meiner Mutter, aber das wird sich jetzt wohl ändern, wenn er zu Hause erzählt, dass ich schwul und mit dir zusammen bin. Aber Mama ist Gott sei Dank nicht auf solche Klienten angewiesen.“
Ich schaue ihn überrascht an und frage: „Echt jetzt? Der geht jetzt woanders hin, weil wir beide schwul und zusammen sind? Der ist doch krank im Kopf, oder?“ ich bin jetzt richtig wütend und Thomas merkt das auch. Er ist aufgestanden und umschlingt mich einfach, küsst mich auf mein Ohr und schmust über meine ihm zugewandte Gesichtshälfte.
„Sei wieder lieb, mein Bärchen, reg dich ab. Ich will nicht, dass du dich mit solchen Leuten streitest. Ich will keinen Grissly, ich will einen Schmusebär“, sagt er und küsst mich zum Abschluss seiner Schmuseattacke auf den Mund. Wer könnte nach solchen Argumenten noch ernsthaft böse sein, ich jedenfalls nicht
Die meisten haben ihren Wein getrunken und Hiltrud mahnt zum Aufbruch. Am anderen Ende des Weihnachtsmarktes wird dann die Schule für dieses Jahr beendet sein und wir werden dort dann in die Ferien entlassen.
Wieder gehen wir am Ende der Klasse den Weg zurück, diesmal die Stände auf der anderen Straßenseite zu begutachten. Etwa in der Mitte steht ein Stand mit Schmuck, überwiegend Sachen aus Bernstein und Silber. „Hier sollten wir nach her mal suchen“, sagt Thomas zu mir und ich bin direkt einverstanden.
„Das sieht toll aus, da finden wir bestimmt was“, sag ich und schieb den Kleinen weiter. Sein Handy geht und er ist plötzlich ganz aufgeregt. Seine Mutter ist es wohl, die ihn wegen Sandra anruft. Er fängt an zu strahlen, soviel zu seinem Plan. Er drückt ab und nimmt mich vor Freude in den Arm.
„Sandra, Sebi“, ruft er über die Beiden, die schon ein bisschen voraus gegangen sind. Jetzt bleiben sie stehen und warten, bis wir aufgeschlossen haben. „Also Leute, mein Plan hat funktioniert, Sandras Mama hat meiner Mutter freudig zugesagt, über die Feiertage mit nach Österreich zu fahren und so werden wir dieses Jahr alle zusammen Weihnachten feiern oben in den Bergen, mit Schnee Garantie.“
Sebi und Sandra fallen sich um den Hals und tanzen im Kreis vor Freude. Ich nehm den Kleinen einfach noch mal hoch zu mir und schmuse in ab, drück ihn fest an mich und bin einfach nur glücklich.
Bald sind wir am Anfang unseres gemeinsamen Klassenausflugs angekommen und Hiltrud sammelt ihre Schäfchen. „So, ihr Lieben, das wars für dieses Jahr. Die Schule ist beendet und ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.
 Am fünften Januar sehen wir uns dann wieder und dann beginnt für euch alle der Endspurt um die Abiturnoten. Die, die noch Probleme haben, kann ich nur auf fordern, die Ferien zu nutzen und an ihren Schwächen zu arbeiten. Grüßt eure Eltern schön. Ihr dürft jetzt gehen.“
Wir verabschieden uns alle nacheinander per Händedruck von Hiltrud, mit Ausnahme von Harald und zwei von seinen Anhängern. Ich nehme an, das er das nicht verwinden kann, das Hiltrud  Schwul sein akzeptiert und nicht, wie er und seine Freunde, Schwule als pervers empfindet. Der soll sich das letzte Halbjahr zusammen reißen oder einfach die Schule wechseln, schließlich gibt es ja noch ein Gymnasium in der Stadt.
Ich werde jedenfalls nicht hin nehmen, das er Thomas und mich irgendwie beleidigt oder so was. Als wir zurück gehen zu dem Stand mit den Bernsteinsachen, werden wir von Sandra und Sebi begleitet. Sandra fragt den Kleinen aus über das Haus in Österreich und wie es da so ist in diesem Ort.
Der Ort heißt Lofer und bietet alles, was man vom Winterurlaub erwartet, erzählt mein Schatz. Es gehört zum Skigebiet Salzburger Land, genau liegt es  im Pinzgauer Saalachtal. Dort hat eine gute Freundin seiner Mutter ein Haus gekauft, vor Jahren schon und da über Weihnachten keiner dort wohnt, können wir alle dorthin fahren und richtig geilen Winterurlaub machen.
Carola hat das mit Thomas schon des Öfteren gemacht und Platz ist dort genug für alle, sagt mein Schatz. Die Gegend ist toll und es ist auch nicht so weit von Berchtesgaden weg, also dicht an der deutschen Grenze
Jetzt haben wir den Schmuckstand erreicht und suchen gemeinsam etwas für unsere Eltern, Sebi und Sandra stehen uns beratend zur Seite, obwohl Sebi meint, Schwule hätten, was Schmuck angeht, eh den besseren Geschmack
Wir finden hier aber sehr schnell was für jeden und lassen die Teile schön verpacken. Die Preise sind zwar nicht gerade gering, aber dafür ist es eine super Qualität und sieht sehr toll und auch teuer aus.
Wunschlos glücklich machen wir uns auf den Heimweg, wobei Thomas zu Sandra und Sebi sagt: „He, ihr beiden, ihr sollt noch mit zu uns kommen, alle Winterurlauber treffen sich dort in eineinhalb Stunden, es gibt Pizza und alles wird besprochen. Übermorgen geht es ja dann schon los.“
Erstaunt und erfreut machen wir uns alle auf den Weg zu Carolas Haus, gespannt auf alles, was heute noch auf uns zukommt. Sebi ruft seine Mama an und sagt Bescheid, dass er mit zu uns geht. Voller Vorfreude wird uns der Weg nicht lang und die Zeit vergeht schnell, bis wir an der Haustüre angekommen sind.
Thomas schließt auf und als wir alle im Flur stehen, um die Schuhe aus zu ziehen, werden wir von Carola auch schon herzlich begrüßt.
 Nachdem wir die Garderobe mit unseren Jacken bestückt und die Schuhe ordentlich abgestellt haben, gehen wir zunächst noch ein bisschen auf Thomas Zimmer. Es dauert ja noch ein wenig, bis die anderen kommen.






Von Zwergen und Wichteln – letzter Teil

Die nächsten Tage vergehen, wir beide lernen uns jeden Tag besser kennen, übernachten im Wechsel mal bei Thomas und mal bei mir, so dass unsere Eltern auch relativ schnell realisieren, das da jetzt zwei Jungs sind, wo vorher immer nur einer war. Am Anfang ist das schon ganz lustig, zu sehen, wie sie sich daran gewöhnen.
Bis auf all abendlichen Handsex, meist beim gemeinsamen Duschen, und dem nackt Aufeinander reiben wie bei unserem ersten gemeinsamen Orgasmus,  haben wir vereinbart, erst dann mit einander zu schlafen,  wenn wir das mit dem Outen durchgezogen haben.
In der Schule laufen die Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier auf Hochtouren, zweimal haben wir schon getagt, das Festkomitee mein ich, in dem wir ja beide sind. Es gelingt uns täglich besser, unsere alten Rollen zu spielen, die ja so ganz anders sind, als die jetzige Situation, die wir erleben, wenn wir allein zusammen sind.
Niemand, mit Ausnahme von Sebastian, ahnt auch nur im Geringsten, das wir zusammen sind und so verliebt, wie noch nie zuvor im Leben. Es ist nicht immer einfach, aber die Zeit nach der Schule entschädigt uns für die selbstgewählte Frist in der jeweils alten Rolle, er als Opfer meiner Worte und ich als der Arsch ihm gegenüber.
Bis zur Offenlegung der Realität, unserem Outing während der Weihnachtsfeier, sprich beim Wichteln, leben wir in der Schule so, wie all die Zeit vorher, allerdings beim Sport lasse ich Thomas in Frieden, das heißt, ich mache ihn nur noch verbal nieder, nicht wie früher auch durch körperlichen Einsatz und wenn ihn jemand anderes foult, dann kriegt derjenige etwas später von mir was ab.
Das Wochenende verbringen wir komplett zusammen, allerdings gibt er ja auch noch anderen Schülern Nachhilfe. Die findet allerdings unten im Esszimmer, so dass ich in der Zeit in seinem Zimmer chille oder PSP spiele oder, oh Wunder, Mathe lerne.
Ja, ich lerne jetzt mehr als vorher und dank seiner Hilfe fühle ich mich auch in Mathe schon wesentlich kompetenter und sehe der nächsten Arbeit nicht mehr so panisch entgegen. Papa und Mama wird es freuen.
Mama ist ganz hin und weg von meinem Schatz, sie freut sich für und mit uns und liest uns alle Wünsche in Bezug auf Essen oder Kuchen von den Augen ab. Papa ist manchmal schon ein bisschen eifersüchtig, weil Mama immer nur von Thomas spricht. Ich bin froh, dass sie ihn jetzt mal so richtig begluckt und ich jetzt ein bisschen Ruhe vor ihrer oft übertriebenen Fürsorge habe.
Thomas lässt sich gern von ihr verwöhnen und so profitieren wir beide von der Situation. Er gibt Mama auch das Gefühl, wieder mehr gebraucht zu werden, was ihrem Selbstbewusstsein schon sehr gut tut.
Auch Carola hat sich schnell an die veränderte Situation gewöhnt und nützt unsere Beziehung in so fern, auch mal wieder etwas mehr für sich selber zu tun, mal aus zu gehen mit Bekannten, was zu unternehmen in der Gewissheit, das ihr Sohn ja nicht allein zu Hause rumsitzen muss und sie auch nicht vermisst.
Sebastian ist des Öfteren mit uns zusammen, wir spielen PSP oder gucken DVD und neuerdings spielen wir auch Tischtennis, das heißt, Sebi und ich gegen Thomas, der uns aber trotzdem immer abzieht, obwohl wir zu zweit sind. Unten im Keller ist ein großer Raum, da steht eine Matchplatte und da geht es dann zur Sache.
So vergehen die Tage gefühlt viel schneller, als noch vor drei Wochen und  der Termin kommt immer näher. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, Hiltrud ist mit unserem Konzept zufrieden und einverstanden. Es beginnt mit zwei kleinen Sketchen, die von je zwei Schülerinnen und Schülern vorgetragen werden.
Dann wird gemeinsam Kaffee getrunken, mit Kuchen und Muffins uns so, untermalt von weihnachtlicher Musik, bevor es dann ans Wichteln geht. Danach sitzen wir immer noch etwa eine Stunde zusammen, bevor wir nach Hause dürfen.
Am nächsten Tag steht noch ein Ausflug über den Weihnachtsmarkt auf dem Programm, bevor wir in die Ferien entlassen werden
Der große Tag  beginnt für uns zwei bei uns zu Hause. Mama hat ein gutes Frühstück gemacht, wir haben ein bisschen mehr Zeit als sonst, weil die Feier, sprich die Schule heute erst um neun Uhr anfängt. Wir sind beide ein bisschen aufgeregt, wissen wir ja nicht im Voraus, wie die Leute aus unserer Klasse reagieren.
Mit Mamas guten Wünschen ausgestattet, auch Carola hat noch angerufen, machen wir uns auf den Weg. Es ist trocken und um null Grad, und diesmal gehen wir zusammen bis zur Schule. Wenn einer fragt, dann haben wir halt noch was zur Feier besprochen. Am Eingang zum Schulhof trennen wir uns aber und jeder geht zu den Leuten, mit denen er sonst auch morgens vor dem Unterricht abhängt.
Sebi  grinst, als ich auf ihn zukomme, er ist ja in alles eingeweiht. „Alter, mir scheint, du bist ein bisschen aufgeregt. Nur keine Angst, die meisten werden es akzeptieren, ich denke aber, die Leute um Harald Messmer, die Superfrommen, werden schon ein paar blöde Kommentare abgeben. Ich hoffe aber, dass ich mich täusche und keiner ausfällig wird.“
„Wir sind schon sehr gespannt, wie die anderen reagieren, aber es ist ja auch nur noch ein halbes Jahr bis zum Abi und wen es echt schlimm wird, kommen Thomas und ich morgen einfach nicht mit auf den Weihnachtsmarkt und machen schon ab Morgen Ferien. Seine Mutter schreibt ihm eine Entschuldigung und meine schreib ich eh selber“, erkläre ich Sebastian unseren Plan.
„Nach den Ferien haben sie sich wahrscheinlich schon damit abgefunden, dass Thomas und ich zusammen sind. Uns ist es dann auch egal, ob der ein oder andere dumme Kommentare abgibt. Wir werden uns nicht provozieren lassen und denen, die damit nicht klar kommen, einfach aus dem Weg gehen“, erzähle ich ihm, was wir untereinander abgesprochen haben.
„Komm, wir gehen rein, die andern gehen auch, es wird Zeit“, sagt Sebi und schiebt mich Richtung Türe. Aus den Augenwinkeln sehe ich meinen Schatz ebenfalls auf die Tür zu kommen und warte, bis er fast neben mir ist. „Und Zwerg“, sag ich laut, „Freust du dich aufs Wichteln, Kleiner?“ Einige lachen, weil sie halt immer lachen, wenn ich ihn geärgert habe.
„Und wie ich  mich aufs Wichteln freue, Langer, das wird bestimmt voll der Gag, warts ab, welche Überraschungen heute noch auf der Tagesordnung stehen“, antwortet mein Schatz frech und grinst. Dass darauf von mir keine Erwiderung kommt, scheint einige zu wundern, wenn ich die Blicke richtig deute.
In der Klasse ist ein wenig umgeräumt, das haben wir drei Jungen aus dem Komitee gestern nach der Schule noch gemacht. Die drei Mädchen sind heute Morgen mit Hiltrud eine Stunde früher gekommen  und haben Kaffee, Kuchen und das Zeug in Buffetform aufgebaut. Alles steht an seinem Platz und es sieht ziemlich gut aus.
„So“, ruft Hiltrud,  „setzt euch mal alle hin, damit wir anfangen können.“ Es dauert zwei Minuten, bis jeder einen Platz gefunden hat und Sebi sitzt links von mit und Thomas rechts.
Auf einem Tisch neben dem Kuchenbuffet baut Hiltrud jetzt die Wichtelpäckchen auf und bei näherem Hinsehen fällt auf, das da zwei absolut identische Päckchen dabei sind. Die meisten Mitschüler haben das aber noch nicht bemerkt.
Als Hiltrud fertig ist, stellt sie sich vor die Klasse und sagt:  „Guten Morgen, die Damen und Herren. Wie jedes Jahr, für sie aber wohl in diesem Rahmen das letzte Mal, sind wir zu unserer diesjährigen Weihnachtsfeier zusammen gekommen. Für sie alle geht das Gymnasialleben nächstes Jahr mit Eintritt der großen Ferien zu Ende, vorausgesetzt, sie schaffen das Abitur.
Also lasst uns ein letztes Mal diese Weihnachtsfeier in Frieden und Freundschaft zusammen erleben. Ich wünsch allen heute eine schöne Feier, viel Freude und Spaß beim Wichteln und ein paar schöne vorweihnachtliche Stunden in dieser Klasse.
 Jetzt übergebe ich das Wort an Christoph, der als Euer Klassensprecher zusammen mit Natascha, Alexa und Olivia, sowie Thomas und Harald diese Feier organisiert und vorbereitet hat.“
Ich stehe auf und trete vor die Klasse. Hallo“, sag ich, „wir wollen zuerst zwei Sketsche anschauen, die zu einem von Harald und Miriam und zum andern von Klaus und Alexa vorgetragen werden. Ich bitte Klaus und Alexa, mit ihrem Sketsch zu beginnen. Euch bitte ich um Ruhe und Aufmerksamkeit für unsere Akteure“. 
Ein kurzer Applaus ertönt und die beiden Genannten treten vor die Klasse, ich setze mich wieder zwischen Sebi und Thomas.
Die beiden Akteure haben jetzt die volle Aufmerksamkeit des Publikums und so wage ich es, die Hand von Thomas ein bisschen zu streicheln. Den Blick geradeaus auf die zwei Schauspieler gerichtet, stiehlt sich ein strahlendes Lächeln auf sein Gesicht und die Hand kommt noch ein bisschen näher zu mir rüber.
Leider ist der Sketsch viel zu schnell vorbei. Ein kräftiger Applaus entschädigt die beiden für ihre Mühen und die anderen Zwei nehmen ihre Plätze vor der Klasse ein. Hatte der erste Sketsch wohl eher einen ernsteren Hintergrund, ist der zweite sehr zum Lachen und Klaus und Alexa bringen das auch echt gut rüber.
Fast fünfzehn Minuten werden die Lachmuskeln strapaziert, dann ist auch dieser Sketsch zu Ende. Nach  einem längeren Applaus trete ich wieder vor die Klasse , bedanke mich bei meinen vier Mitschülern und erzähle kurz, was es jetzt alles Feines gibt und wer die Sponsoren, sprich die Eltern sind, die diese vielen Köstlichkeiten zur Verfügung gestellt haben.
Dann gebe ich das Büffet frei und jetzt wird erst mal was gefuttert. Grüppchen bilden sich und auch der Tisch mit den Wichtelgeschenken wird neugierig beäugt. Erste erstaunte Blicke und Getuschel lässt den Schluss zu, das man die absolut gleichen Päckchen entdeckt hat und das Gemurmel zeigt, dass darüber gerätselt wird, was das zu bedeuten hat.
An allen Päckchen hängen die üblichen Faltkärtchen, auf denen die Namen der Empfänger stehen. Da die aber auf den Innenseiten stehen, kann man die Päckchen jetzt noch nicht zu ordnen, so dass keiner weiß,  wer da jetzt was bekommt. Sebi und ich haben uns absichtlich vom Tisch fern gehalten, während Thomas immer noch am Kuchenbüffet steht.
Da wir ja wissen, was da gespielt wird, überlassen wir das spekulieren den Anderen. Hiltrud hat alles im Auge und als Jens an einem der beiden Zwillingspäckchen das Kärtchen öffnen will, kommt ein energisches „Finger weg“ von ihr.
Nun haben die Päckchen erst recht die volle Aufmerksamkeit. Groß ans Essen denkt jetzt keiner mehr und alle setzen sich wieder auf ihren Platz, damit das Wichteln beginnen kann.
Hiltrud, die ja die Päckchen vor ein paar Tagen eingesammelt hat, hat die Kärtchen bestimmt gelesen, vermute ich.  Sie wird also wissen, wer die beiden Päckchen bekommt, die Frage ist natürlich, was sie hinter der Aktion vermutet.  Sie hat ja doch all die Zeit des vergangenen Schuljahres miterlebt, wie ich mit Thomas umgegangen bin.
So langsam kehrt Ruhe ein und Hiltrud übernimmt wieder das Ruder. „So, nun kommen wir zum alljährlichen Wichteln und wie einige eben schon sehr treffend festgestellt haben, liegen unter anderem zwei genau gleiche Päckchen auf dem Tisch“, sagt sie, was wieder Gemurmel und Getuschel zur Folge hat.
„Da ich neugieriger Weise gelesen habe, wer diese beiden Päckchen bekommt, gestatte ich mir, schon allein der Spannung wegen, die Verteilung in diesem Jahr selber vorzunehmen“, sagt Hiltrud.
 „Ich werde also immer zwei Päckchen verteilen, die beiden werden dann auf einem Tisch, den Sebastian und Christoph liebenswürdiger weise mal gerade noch hier her stellen wollen, ausgepackt und vorgestellt.“
Sebi und ich stehen auf und holen von der Seite einen freien Tisch und stellen ihn so hin, dass die Klasse den Leuten beim Auspacken zusehen kann. Das kommt meinem Schatz und mir natürlich sehr entgegen, denn wenn wir zusammen auspacken, dann wird das alles noch viel cooler als wenn wir einzeln nacheinander auspacken müssten.
Die Spannung steigt, als Hiltrud die ersten beiden von insgesamt sechsundzwanzig Päckchen nimmt und die Namen auf den Faltkärtchen vorliest. Keiner , außer derjenige, der das Päckchen gepackt hat, weiß, von wem es kommt und was drinnen ist. Klaus und Janina sind die ersten, die nun am Tisch ihre Wichtelpäckchen auspacken dürfen.
Klaus  findet ein Deo und Bodylotion, Janina ein Taschenbuch und eine Tüte mit Zimtwaffeln in ihren Päckchen.  Hiltrud ruft die nächsten Beiden auf, wohlweislich die beiden gleichen Pakete zurück lassend. So geht das weiter, bis nur noch unsere Päckchen da auf dem Tisch liegen.
Erste erstaunte Blicke treffen uns, sind wir doch die einzigen, die noch ohne Geschenk da sitzen. „Thomas und Christoph, für euch sind die letzten Beiden Päckchen und ich muss sagen, das ich wirklich sehr neugierig bin, was denn da eingepackt ist“, sagt Hiltrud, „ und auch darauf, wie sich das Phänomen der absolut identischen Päckchen erklärt. Ich kann mir bis jetzt noch nicht vorstellen, das ihr die zusammen eingepackt habt, das würde mich bei eurem Verhältnis zueinander doch sehr wundern“.
Allgemeines Gelächter! Wenn die wüssten! Grinsend stehe ich auf und folge meinem Kleinen nach vorn, um das Päckchen in Empfang zu nehmen. Dann stehen wir beide nebeneinander am Tisch, die Hände auf dem Päckchen liegend, den Blick auf unsere Mitschüler gerichtet. Es ist ganz still.
Nach etwa dreißig Sekunden dann Harald: „Wo hängst denn, los jetzt, auspacken“. Ich schau zu meinem Kleinen runter und dann langsam und fast synchron, beginnen wir, das Papier zu entfernen. Wir reißen das natürlich nicht auf, nein, vorsichtig lösen wir die Klebestreifen und dann falten wir das Papier auseinander.
Die bunten Farben des Schals werden sichtbar, wir schauen uns an, und dann nimmt er den Schal, faltet ihn auseinander und dreht sich zu mir. Ich verstehe sofort, was er will und beuge mich soweit nach unten, das er mir den Schal umlegen kann, was er auch prompt macht. Immer noch totale Stille in der Klasse.
Ich nehme nun den Schal aus meinem Päckchen und lege ihn Thomas um den Hals. Ein Raunen geht durch die Klasse und wo ich nun gerade aktiv bin, nehme ich das Lebkuchenherz mit der Aufschrift *Ich liebe dich* und häng es meinem Schatz um, der wiederum mir, nachdem ich mich noch mal etwas herunter bücke, auch mir sein Lebkuchenherz um hängt.
Nun schlingt er die Arme um meinen Nacken, und drückt mir einen Kuss auf den Mund, nur kurz, aber für jeden deutlich, dann nimmt er meine Hand in seine und schaut stolz in die Klasse hinein.
„Boah, die sind schwul, oder was“, kommt es von Harald. Andere fangen an zu klatschen, Sebi kommt und umarmt uns beide. Alles redet durcheinander. Es vergehen etwa dreißig Sekunden, dann ruft Hiltrud dazwischen, solang, bis wieder Ruhe eingekehrt ist.
 „Christoph und Thomas, es wäre an der Zeit, diesen Filmreifen Auftritt etwas näher zu erklären, findet ihr nicht“, fordert uns Gertrud auf, Licht ins Dunkel unserer Aktion zu bringen. Ich schau den Kleinen an und er nickt mir zu, also fange ich an.
„Also, Leute, ich weiß schon seit den letzten Sommerferien, ja eigentlich noch früher, das ich nicht auf Mädchen stehe. Meinen Eltern und auch Sebastian, habe ich das erzählt, aber erst die Sache mit Thomas hat uns dazu gebracht, das heute auch vor der Klasse bekannt zu machen. Das wir richtig zusammen sind, ist gerade mal drei Wochen alt.
Es hat was mich betrifft, während der ersten Mathematiknachhilfe bei Thomas angefangen, vorher wusste ich nicht, das auch Thomas schwul ist.“ Ich stups ihn an und jetzt fängt er an, zu erzählen.
„Ich mochte Christoph, von Anfang an, als ich in diese Klasse kam, aber da er mich nicht sonderlich gut behandelte, habe ich versucht, ihn aus meinem Leben aus zu klammern. Leider hat das nicht funktioniert. Da ich nicht wusste, ob er schwul ist, habe ich mehrere Sachen ins Auge gefasst, das heraus zu finden.
Mit Hilfe meiner Mutter, aber auch sehr begünstigt durch die Tatsache, dass Christoph Nachhilfe in Mathe bei mir machen wollte, ist es mir geglückt, ihn dazu zu bringen, mir gegenüber einzugestehen, dass er auch auf Jungs steht und das er mich halt mag. Dann sind wir halt zusammen gekommen.
Wir haben dann geplant, uns heute hier zu outen, begünstigt durch den Zufall, dass wir den jeweils andern zum Wichtelpartner gezogen haben. Also haben wir mit Unterstützung unserer Eltern und auch von Sebastian unser Outing mit Hilfe der Wichtelgeschenke hier heute durchgeführt. 
Ich hoffe, das heißt eigentlich, wir hoffen, das ihr keine Probleme mit schwulen Klassenkameraden habt und das ihr uns  als Paar akzeptiert, so wie das unsere Eltern und auch Sebastian bereits tun.“
Weit über die Hälfte der Klasse applaudiert noch einmal und Hiltrud gibt uns sogar die Hand und gratuliert uns. Einige halten sich aber auch zurück, die Clique um Harald, wie Sebi bereits vermutet hat, aber solange sie uns in Frieden lassen, können wir damit leben.
In der nachfolgenden Stunde müssen wir dann noch einiges an Fragen über uns ergehen lassen, während sich alle noch mal über die süßen Sachen hermachen. Thomas hat sich einfach auf meinen Schoss gesetzt und bricht kleine Stücke von einem Muffin ab und füttert mich damit. Sebi sorgt dafür, dass dem kleinen die Muffins nicht ausgehen.
Die Reaktionen sind, nachdem der Überraschungseffekt abgeklungen ist, im Großen und Ganzen gut und es ist ein schöner Tag für uns geworden. Ich freu mich jetzt schon auf die Nacht, unsere erste richtige Liebesnacht miteinander. Leise flüstere ich in sein Ohr:  „Ich freu mich so auf dich.“ Als Antwort bekomme ich einen Kuss aufs Ohr und ein „Ich auch“.
Nach dem die Stunde rum ist, fordert uns Hiltrud auf, noch zusammen auf zu räumen und die Klasse wieder herzurichten. Nachdem das geschehen ist, dürfen wir nach Hause gehen. Sebastian kommt mit uns, wir gehen zu Thomas.
Carola hat gemeint, zur Feier des Tages könnten wir ja gegen Abend zusammen essen gehen. Mit zusammen meint sie auch meine Eltern und Sebastian und  bis dahin wollen wir noch etwas Tischtennis spielen. Auch da haben Sebi und ich dank Thomas Hilfe erhebliche Fortschritte gemacht und verlieren nicht mehr immer zu Null gegen den Kleinen.
Gegen Abend kommen dann meine Eltern und zusammen fahren wir dann in ein griechisches Restaurant, am anderen Ende der Stadt. Dort überrascht uns dann Carola mit dem Vorschlag, einen gemeinsamen Urlaub in Österreich zu machen. Eine Bekannte von ihr hat da ein Ferienhaus, in dem wir alle wohnen könnten.
Papa und Mama sind relativ schnell überzeugt, Sebastian muss natürlich zuerst mal zu Hause fragen, ob er über Weihnachten und Neujahr weg darf, aber Mama verspricht ihm, mit seinen Eltern zu sprechen, damit sie ihn mitfahren lassen.
Papa und Mama nehmen dann auch Sebastian im Auto mit nach Hause, während Thomas und ich mit Carola fahren. Wir sitzen beide hinten und schmusen unserer ersten gemeinsamen Liebesnacht entgegen, von der ich später einmal, wenn wir aus dem Urlaub zurück sind, erzählen werde.
 Jetzt müsst ihr mich leider entschuldigen. Ich muss mich um meinen Schatz kümmern. Heute wollen wir mal die Kondome testen, die er im Rossmann gekauft hat, obwohl er da noch gar nicht wusste, dass ich schwul bin und ihn liebe.
*-*-*
So, ich hoffe, es hat euch ein wenig gefallen und eine Fortsetzung über die Beiden ist durchaus möglich. Allerdings fordert mich das Traumschiff und auch die Fortsetzung der Weihnachtsmanngeschichte soll ja noch ein bisschen fortgeführt werden. Also lassen wir die Beiden hier jetzt mal eine Zeit lang in Ruhe.
THX Niff